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Der Heilungsverlauf vom Augenlasern -
was muss nach dem Augenlasern beachtet werden?
Die Operation Augenlasern besteht nicht nur aus der
Operation. Das richtige Verhalten nach der Operation selbst hilft,
Komplikationen zu vermeiden und Ihr Ergebnis möglichst langfristig
zu sichern.
Bereits am Tag nach der Augenlaser-Operation wird
zumeist ein annähernd
normales Sehvermögen erreicht. In den ersten Wochen kommt es noch
zu leichten Veränderungen des Sehvermögens. Eine endgültige
Stabilität wird zumeist nach 3-4 Wochen erreicht.
Augentropfen für die erste Woche
Sie erhalten Augentropfen, die Sie während der ersten Woche regelmäßig
tropfen müssen. In den ersten Stunden nach der Operation tränt
ihr Auge und das Sehen ist verschwommen. Starke Schmerzen sind nicht
normal, ebenso wenig wie eine plötzliche Sehverschlechterung.
Schmerzen und Sehverschlechterung
Starke Schmerzen oder eine plötzliche Sehverschlechterung sind
sehr selten. Rufen Sie bei starken Schmerzen mit plötzlicher
Sehverschlechterung bei uns an.
Wasser vom Auge fern halten
Achten Sie darauf, dass beim Waschen oder Duschen
kein Wasser in das operierte Auge gerät.
Auch wenn es juckt – Finger weg vom Auge
Sie sollten darauf achten, dass Sie in der ersten Woche nicht am Auge
reiben.
Ohne Schminke
Sie sollten das operierte Auge in der ersten Woche nach der Operation
nicht schminken.
Sport wie z. B. Schwimmen, etc.
Ihre Augen sollten erhöhten Belastungen, wie z.B. Schwimmen, Sauna
und Tauchen, jedoch erst frühestens 2 Wochen nach der Augenlaser-Operation
ausgesetzt werden.
Ganz wichtig: Nachsorge und Nachkontrolltermine
Wichtig für die Vermeidung von Risiken ist die Wahrnehmung der Nachschautermine,
die Sie in regelmäßigen Abständen wahrnehmen sollten.
Hierbei kontrolliert der spezialisierte Facharzt den Heilungsverlauf
und eventuelle Probleme können besprochen oder korrigiert werden.
Die eigentliche Nachsorge nach der Augenlasernoperation beginnt schon
wenige Minuten nach Beendigung der OP.
Der Patient wird darüber informiert, nicht in den Augen zu reiben
und die Augen in den ersten 15 - 30 Minuten nach der OP geschlossen zu
halten. Dabei funktioniert das Ober- und Unterlid wie eine Art Kontaktlinse
und glättet die oberflächliche Hornhaut bzw. den Flap, so dass
dieser sich gut festsaugen kann. Schon nach einer halben Stunde sitzt
der oberflächliche Hornhautflap schon so gut, dass dieser normalerweise
nicht mehr verrutscht oder sich faltet. Praktischerweise machen wir dies
so, dass sich der Patient unmittelbar nach der Operation mit geschlossenen
Augen in den Warteraum setzt. Etwa 20 – 30 Minuten später
wird dann der Patient am Spaltlampenmikroskop nochmals untersucht
und es wird beurteilt, ob der Flap gut sitzt und keinerlei Anzeichen
auf Falten zeigt.
Ferner raten wir Ihnen, schon am ersten postoperativen Tag, jede
halbe Stunde Augentropfen ins Auge zu geben, um die Oberfläche glatt und
regelmäßig zu halten. Bei den verwendeten Augentropfen handelt
es sich einerseits um künstliche Augentränen ohne Konservierungsstoffe
(z.B. Vismed oder Vislube AT) und andererseits um antibiotische Augentropfen.
Letztere werden maximal 6 Tage benutzt. Es handelt sich dabei um ein
Kombinationspräparat von Antibiotika und Cortison (Isopto-Max
AT). Diese Augentropfen werden als eine Art Prophylaxe eingesetzt, um
etwaige postoperative Entzündungen am Auge (z. B. unter dem Flap)
vorzubeugen. Eine Entzündung im Interface oder im Wundspalt, was
früher gelegentlich gesehen wurde, ist nach diesem neuen Therapieplan äußerst
selten und fast ausgeschlossen.
Wir empfehlen unseren Patienten, in der ersten Woche diese antibiotischen
Augentropfen viermal täglich zu tropfen und dazwischen weiterhin
die künstlichen Augentränen ohne Konservierungsstoffe anzuwenden.
Nach Bedarf sollten dann die künstlichen Augentränen über
mehrere Wochen benutzt werden. Es sollten dabei immer Präparate
ohne Konservierungsstoffe sein, da es ansonsten zu allergischen Reaktionen
kommen kann.
Als Terminplan für die Kontrollen nach einer Augenlaser-Operation
empfehlen wir:
- Erster postoperativer Tag
- Nach ca. 7 – 10 Tagen
- Nach 6 Wochen oder 3 Monaten
Abweichungen von diesem Plan
entstehen in solchen Fällen, in denen
Sie extrem trockene Augen haben oder bei anderen Beschwerden, die im
unmittelbaren postoperativen Verlauf entstehen. In solchen Fällen
werden individuell mit dem Patienten Untersuchungstermine vereinbart.
Schon 2 – 3 Wochen nach der durchgeführten LASIK-Operation
ist der Heilungsprozess meist soweit fortgeschritten, dass der endgültige
Erfolg beurteilt werden kann. über 90 Prozent der Patienten liegen
dann in einem Bereich, in der sie in der Ferne jetzt ohne Korrektur so
viel sehen, was früher nur mit Brille oder Kontaktlinse möglich
war. Ein kleiner Prozentsatz der Patienten – dabei handelt es sich
meist um Patienten, die vor der Operation sehr hohe Fehlsichtigkeitswerte
hatten – liegt in einem Bereich einer leichten Restfehlsichtigkeit.
Einschränkungen
im normalen Tagesablauf
Grundsätzlich können Sie die meisten Ihrer normalen Tätigkeiten
wie früher durchführen. Sie können schon nach wenigen
Tagen Ihr Sport- oder Fitnessprogramm durchführen. Erfahrungsgemäß sollten – wegen
der extremen Hitze und Trockenheit der Luft – Saunabesuche mehrere
Wochen gemieden werden. Falls Sie in klimatisierten Räumen arbeiten,
sollten nach Bedarf häufiger künstliche Augentränen angewandt
werden. Falls möglich, sollte in Autos, Büros oder zu Hause
vorerst auf die Klimatisierung verzichtet werden.
Am schlimmsten wirkt sich dabei die trockene Heizungsluft aus. Sie
verhindert, dass die empfindlichen Augen feucht genug bleiben. Dabei
ist ein stabiler Tränenfilm unbedingt notwendig, um die Hornhaut mit Sauerstoff zu
versorgen und das Auge vor Bakterien und Viren zu schützen. Wird
der Tränenfilm gestört, kann es zu Rötung mit Fremdkörpergefühl
kommen.
Deshalb ein guter Rat: in beheizten
Räumen täglich lüften,
evtl. ein Luftbefeuchter aufstellen; oft spazieren gehen, denn sauerstoffreiche
Luft wirkt wie eine „Augendusche“.
Für Patienten
mit der Altersfehlsichtigkeit
Für Patienten, die sich bereits in der Alterssichtigkeit befinden
(älter als 50. Lebensjahr) empfehlen wir, sich unmittelbar nach
der Operation eine Lesebrille zu besorgen. Man sollte hier vorerst ein
preisgünstiges Modell wählen, da sich die Werte möglicherweise
in den ersten 3 – 4 Wochen noch etwas verändern. Dabei könnte
man „eine Brille von der Stange“ kaufen mit einer Stärke
von + 1 bis + 2 Dpt. Die meisten Patienten kommen damit zunächst
gut zurecht. Nach etwa 3 Monaten könnte dann eine auf Sie „zugeschnittene“ Lesebrille
angepasst werden, abhängig vom Alter und der Tätigkeit
bzw. dem Bedarf.
Netzhautkontrolle
Jeder kurzsichtige Patient sollte einmal im
Jahr weiterhin seine Netzhaut kontrollieren lassen, um mögliche Netzhautveränderungen,
die bei allen Kurzsichtigen entstehen können, frühzeitig
zu entdecken und ggf. zu behandeln.
Genaue Details werden mit Ihnen im persönlichen Beratungsgespräch
besprochen, so dass Ihre persönlichen Lebensumstände im Behandlungsablauf
berücksichtigt werden können.
Wir stehen Ihnen gerne unter unserer
kostenfreien Hotline unter 0800 - 678 45 65
für weitere Informationen und kostenfreies Informationsgespräch zum Thema Augenlasern
zur Verfügung. |
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